Waldhaus


Waldhaus am See / Alban-Berg-Haus
Auen-Bergweg 22, Schiefling am Wörthersee

Das "Waldhaus" befindet sich nahe dem Seeufer in Schiefling am Wörthersee. Es ist nicht öffentlich zugänglich und wird von der Wiener Alban-Berg-Stiftung betreut.

Alban und Helene Berg erwarben im Jahr 1932 ein im Stil eines alpinen Landhauses errichtetes Wohnhaus, das sie ab 1933 als ständigen Wohnsitz nutzten. In diesem Haus arbeitete Alban Berg an seiner Oper Lulu sowie am Violinkonzert Dem Andenken eines Engels. Im Stiegenhaus befinden sich secessionistische Bilder seines Schwagers Nahowski. Helene Berg, geborene Nahowski, war die uneheliche (biologische) Tochter von Kaiser Franz Joseph I.

Alban Berg's Waldhaus. Über dem Eingang befindet sich die Inschrift „Hier ist Friede“, die Besucherinnen und Besucher willkommen heißt.

Alban Berg war ein österreichischer Komponist, geboren am 9. Februar 1885 in Wien und gestorben am 24. Dezember 1935 ebenda. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Zweiten Wiener Schule und war ein Schüler von Arnold Schönberg. Berg verband in seiner Musik Elemente der Spätromantik mit moderner Atonalität und der Zwölftonmusik. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Opern „Wozzeck“ und „Lulu“, die als Schlüsselwerke der modernen Musiktheatergeschichte gelten.


Fotografie von der Eisfläche des Wörthersees. Landungsbrücke mit Schild "Waldhaus"
Sammlung carinthija-schiefling.at

Am 12. August 1935 befand sich Alban Berg zur Sommerfrische in Schiefling am Wörthersee. Dort wurde er von einem Insekt gestochen. Der Stich, zunächst harmlos erscheinend, führte in der Folge zu gesundheitlichen Komplikationen. Im Dezember 1935 verstarb Alban Berg.