Klingnerhof



Klingnerhof, 1908 (fälschlich Klingerhof)
Sekirn
Architekt: Karl Haybäck
Bauherr: Carl Klingner, Direktor der Centralheizungswerke Wien
Lithografie : Bautechniker, 1908

Architekt Haybäck schreibt in der Zeitschrift Bautechniker : "In prächtiger Waldlandschaft inmitten eines uralten 20 Joch großen Parkes an einem Berghange in unmittelbarer Nähe und mit Aussicht über den herrlichen Wörtersee gelegen, spricht dieses auch hinsichtlich seiner architektonischen Durchbildung äusserst reizvolle kleine Bauwerk für sich. Es besitzt alle Reize des alpenländischen Wohnhauses sowohl seiner äußeren Erscheinung nach wie auch im Innern. Das als Baumaterial und zur Wand- und Deckenbildung im Innern reichlich verwendete Holz verleiht dem Objekte einen Hauch warmer Anmut. Den ländlich und rustikalen Einschlag erhält das Gebäude vorzugsweise durch den unregelmäßig gemauerten Bruchsteinsockel. Aufgehend sind die Wandflächen geputzt. Das Dach ist mit Biberschwänzen gedeckt." (Quelle: Anno, Bautechniker, 17.7.1908)

Foto 1909 : Sammlung Pitschek

Der österreichische Architekt Karl Haybäck, bekannt für seine Werke im Jugendstil, wandte sich in einigen seiner Projekte dem Heimatstil zu. Dieses Gebäude verwendet Elemente des alpinen Landhauses und spiegelt Haybäcks Verbindung zur regionalen Holzarchitektur wider.

Aquarell von Haybäck, 1909
Eine Rarität - die Sammlung von Pischek umfasst ein Original-Aquarell des Architekten Karl Haybäck aus dem Jahr 1909, das den Innenraum der Villa Klingnerhof zeigt.

Der Klingerhof - die runde Markierung in dieser Zeichnung zeigt die Lage des Hauses. Gelegen am Hügel oberhalb der Villa Engelhart.

In den 80er Jahren wurde der Klingnerhof leider abgerissen und ein neues Haus errichtet. Im Untergeschoss kann man noch die alte Fensteranordnung erkennen. Foto 2025