Palais Rosthorn
Palais Rosthorn, 1836 (abgerissen 1960) St Ruprechter Strasse 8, Klagenfurt Bauherr: N.N. Architekt: N.N. Foto 1904 (Originalfoto hängt im Stiegenhaus der Haupt-Polizei)
Palais Rosthorn 1836–1960
Das Palais Rosthorn in Klagenfurt wurde 1836 errichtet und befand sich gegenüber der heutigen Landespolizeidirektion bzw. dem Hülgerthpark. Franz von Rosthorn (1796–1877) prägte die wirtschaftliche Entwicklung Kärntens maßgeblich. Die Familie besaß zahlreiche Eisenwerke und erzeugte ab 1838 in Prävali (Prevalje) die ersten Eisenbahnschienen der Monarchie, unter anderem für die Kaiser-Ferdinand-Nordbahn.
Franz von Rosthorn war Landtagsabgeordneter, Klagenfurter Gemeinderat und über 20 Jahre Präsident der Kärntner Handels- und Gewerbekammer. Zudem gehörte er zu den Mitbegründern des Kärntner Landesmuseums, dem Teile seiner bedeutenden mineralogischen Sammlung übergeben wurden. Letzter Besitzer des Palais war Berghauptmann Richard Canaval. An die Familie erinnert die 1855 errichtete Rosthorn-Gruft in St. Ruprecht.
 Foto 1945 "Klagenfurt in Schutt und Asche" Archiv Stadtpresse Klagenfurt
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Südflügel beschädigt. 1960 wurde das Palais trotz Widerstands des Bundesdenkmalamtes abgerissen. Heute stehen dort ein Hochhaus und der Messeparkplatz.
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