Plakette Technikerball
Plakette Technikerball 1910 (sogenannte "Damenspende") Entwurf: Architekt Karl Haybäck Medaillenmeister: Arnold Hartig
Die Plakette zeigt eine idealisierte, streng-schöne Frauengestalt im Stil der Sezession bzw. Jugendstil.
In ihrer linken Hand hält sie einen Lorbeerzweig, der site der Antike ein Symbol für wissenschaftliche oder künstlerische Exzellenz ist. Die rechte Hand stützt sich auf ein Postament, das mit zwei Symbolden geziert ist: Eule und Zahnrad. Die Eule ist ein altes Sinnbild für Wissen, der Weisheit, insbesondere in Verbindung mit Athena ist die Göttin der Weisheit, Strategie, Künste, Handwerk und des gerechten Kampfes. Das Zahnrad ist ein klassisches technisches Symbol und verweist direkt auf das Ingenieurwesen. Im Hintergrund ein Lenkballon (Zeppelin-ähnlich) Sinnblild für Fortschrittsglaube und Moderne.
Die Plakette ist achteckig – eine außergewöhnliche Form, die im Jugendstil als „harmonisch und edel“ galt. Die Damenspende wird so zum künstlerischen Symbol des Technik-Optimismus. Es ist typisch für diese Zeit um 1910, dass Architekten auch grafische Kunstwerke schufen, insbesondere für repräsentative Anlässe wie Bälle der technischen Hochschulen. Architekt Haybäck gestaltete auch öfters die Einladungskarten für den Technikerball.
"Der Technikerball. ...Die Damenspende war eine Plakette von
künstlerischem Wert. Sie zeigt im Vordergrund eine Frauenerscheinung von
herber Schönheit, die technische Wissenschaft, die sich, in einer Hand
ein Lorbeerreis haltend, mit der anderen auf ein Postament stützt,
welches die Eule und das Zahnrad zieren. Im Hintergrund schwebt ein
Lenkballon durch die Luft. Die Plakette stammt vom Architekten Haybäck."
Quelle Anno 1910
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