Franz Baumgartner



Architekt Prof. Franz Baumgartner
*1876 Wien +1946 Velden

Franz Baumgartner gilt als bedeutendster Vertreter der sogenannten „Wörthersee-Architektur“.

 Seit der Jahrhundertwende prägte er am Wörthersee und in Klagenfurt eine romantisch-heimatbezogene Bauweise. Charakteristisch ist ein Mix aus Jugendstil und Regionalromantik, ergänzt durch barocke Elemente sowie von der englischen Landhausarchitektur inspirierte Grundrisse. Er war äußerst produktiv und errichtete zahlreiche Villen am Wörthersee sowie in Klagenfurt, Villach, St. Veit und Feldkirchen.

Baumgartner wurde am 27. Juni 1876 in Wien geboren. Er studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Professor Luntz. 1906 kam er als Fachlehrer an die k. k. Staats-Handwerkerschule nach Klagenfurt. Mit der Übersiedlung der Schule wechselte er 1908 nach Villach. 1909 wurde ihm der Professorentitel verliehen. Er wohnte in Velden und errichtete dort seine eigene Seevilla. Im Jahr 1946 verstarb er und wurde in einem Ehrengrab der Gemeinde Velden beigesetzt.

Franz Baumgartner hat die Architektur am Wörthersee ab 1909 bis in die 1930er Jahre stark beeinflusst. Baumgartner hat es verstanden lokale Tradition mit internationalen Strömungen in seinen Bauwerken zu verbinden. Er variiert die für ihn typischen Elemente wie Erker (rechteckig, rund oder oktogonal), Loggien, gedeckte Terrassen, Giebelfelder (Ziergiebel), Dachgauben, Säulen und Korbbogenfenster. Die Gestaltung der Dachzonen erfolgt gekonnt durch die Verwendung unterschiedlichster Dachformen wie Walmdach, Mansarddach, Schopfdach und deren Verschneidungen und Durchdringungen. Baumgartner verwendet bevorzugt lokale Materialien wie Bruchsteinsockel mit Steinen aus Pörtschacher Steinbrüchen, Holz in Kombination mit grob verputztem Mauerwerk. Er setzt dies gekonnt zur dekorativen Wirkung in der Fassadengestaltung ein.

Prof. Achleitner beschreibt das Hotel Kointsch folgend: „Jugendstil und Regionalromantik, Barock und englische Landhausarchitektur führten hier zu einem unglaublich variablen architektonischen Vokabular.“


Baustellenfoto: Architekt Baumgartner und Baumeister Bulfon

Franz Baumgartner wurde am 27. Juni 1876 in Wien geboren. Baumgartner studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Professor Luntz. Im Jahre 1903 begann er als Assistent an der k. k. Staatsgewerbeschule in Wien seine Lehrtätigkeit. 1905 wurde er erstmals als Architekt genannt. 1906 kam Baumgartner als Fachlehrer an die k. k. Staats-Handwerkerschule nach Klagenfurt (Vorläufer der jetzigen Höheren Technischen Bundeslehranstalt). Mit dieser übersiedelte er 1908 nach Villach. Von 1929 bis 1937 wirkte er an dieser Schule als Direktor.

1909 wurde Baumgartner der Professorentitel verliehen. Seine universelle Begabung und sein unermüdlicher Fleiß haben die Architektur und Bautätigkeit in Kärnten wesentlich beeinflusst. Baumgartner war Mitglied verschiedener Kommissionen und Vereine, wie z. B. der Baumeisterprüfungskommission und des Kunstvereines für Kärnten.

Architekt Hofrat Prof. Franz Baumgartner starb am 14. Oktober 1946 in Velden am Wörther See. Er ist in einem Ehrengrab der Gemeinde beigesetzt.
Text aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Baumgartner


  • Albatros (Klagenfurt, 1908/1909)
  • Villa Karrer (Pörtschach, 1926, Roseneckstr.55)
  • Hotel Carinthia (Velden, Karawankenplatz)
  • Stauderhof (Klagenfurt 1909, Stauderplatz 8)
  • Künstlerhaus (Klagenfurt, 1911, 1913/1914)
  • Forstsee-Kraftwerk (1923-1925)

weiters:

  • Hotel Kointsch (Velden, 1909)
  • Villa Edelweiß (Pörtschach, 1910)
  • Villa Almrausch (Pörtschach, 1913)
  • Villa W. Turkovic (Pörtschach, 1913)
  • Werzer-Kino in Pörtschach (Pörtschach, 1930)
  • Sein größter Bauauftrag war das Grand Hotel Toplice in Veldes (Bled/Slowenien)

Franz-Baumgartner Preis - Holzbaupreis Kärnten


Franz Baumgartner(1876-1946) prägt seit der Jahrhundertwende in Klagenfurt und den Wörtherseegemeinden eine romantisch-heimatbezogene Bauweise („Wörtherseearchitektur“); seit ca. 1905 lokale Auseinandersetzung mit dem Jugendstil.